Der Mitarbeiter-Blog als Konzernkonkurrenz - Keiner denkt nach.

Gestern habe ich durch Zufall eine sehr interessante Geschichte entdeckt. Im Konzern XYZ aus Hamburg arbeitet die Journalistin Melanie (der Name ist natürlich geändert). Sie ist zuständig für die Themen Food & Ernährung und entwickelt für XYZ Rezepte, Diäten und allerhand interessante Ernährungsartikel. In ihrem Blog geht es darum, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Sie entwickelt allerhand kreative Rezepte und geht in ihrem Blog vollkommen auf. Global betrachtet ist der Blog mit wenigen Lesern nicht wirklich bedeutend und beim ersten Besuch wird deutlich, dass es der Person nicht um ein Business geht, sondern um eine ernst gemeinte und ehrliche Darstellung von Ideen – Rezeptideen halt. Anscheinend ist dies ihre Leidenschaft. Von außen betrachtet könnte man sogar meinen, dass sie ihr Hobby zum Beruf gemacht hat.

Arbeitsvisionen 2025 - Wie sieht die Arbeitswelt in zehn Jahren aus?

Ich wurde von Guido Bosbach gebeten meine Meinung zu äußern. Alle Interviews von Guido findest du auf seiner Website ArbeitsVisionen2025 - Hier ist das Ergebnis des Interviews!

Welche 3 Begriffe fallen Dir spontan zum Thema „Arbeiten im Jahr 2025“ ein?

  • Eigenverantwortung,
  • Neugier
  • Flexibilität

Was verbindest Du mit diesen Begriffen? 

Wir alle werden eigenverantwortlich agieren müssen. Es geht darum, sich neuen Herausforderungen anzupassen und mit den Themen der Zeit umgehen zu können. Die Digitalisierung und Automatisierung schreitet immens voran. Dazu kommen immer höhere Belastungen physischer, als auch psychischer Art. Jedes Individuum muss in einer völlig neuen Welt für sich einen richtigen, gesunden und nachhaltigen Weg finden. Dabei ist die Neugier eine sehr wichtige Eigenschaft. Wer neugierig ist und die Welt entdecken möchte, der hat einen großen Vorteil: Er stagniert nicht, sondern geht voran!

2025 werden komplett andere Rahmenbedingungen vorherrschen und es werden Dinge von uns verlangt, die wir in Schule und Universität nicht gelernt haben. Mit einer gesunden Neugier können wir uns autodidaktisch weiterbilden und neue Kompetenzen entwickeln. Das führt zwangsläufig auch zu einer gewissen Flexibilität. Schon Darwin sagte, dass der Flexibelste einer Spezies überleben wird. Das gleiche gilt für die Arbeitswelt. Vielleicht ist ein Vertriebsteam gut in der Telefonakquise. Wenn wir allerdings in 2025 nicht mehr telefonieren, muss ich mir andere Kanäle aussuchen, um Umsatz zu generieren. Da keiner weiß, wie wir in 2025 wirklich kommunizieren und arbeiten, müssen wir uns Stück für Stück, also jeden Tag aufs Neue justieren. Flexibilität wird der Schlüssel zum Erfolg sein. Dies gilt natürlich nicht nur für das Individuum, sondern auch für Unternehmen. Nur wer die richtigen Rahmenbedingungen für seine Mitarbeiter schafft, wird am Markt bestehen.